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Abschreibung
Bei einer Abschreibung handelt es sich um einen bestimmten Wertverlust eines Vermögensgegenstandes, der keinerlei Auswirkung auf die Liquidität hat, jedoch als Aufwendung zu der Minderung des Jahresergebnisses führt. Der steuerrechtlich zu ermittelnde und als Betriebsausgabe abzugsfähige Wertverlust wird Absetzung für Abnutzung (AfA) genannt und unterliegt anderen Regelungen als die betriebswirtschaftlichen Abschreibungen. Diese erlauben zusätzliche Abschreibungen, wenn nach Steuerrecht erhöhte Abschreibungen und Sonderabschreibungen vorgenommen wurden, damit das Wirtschaftsgut auch handelsrechtlich mit dem gleichen Wert bilanziert werden kann. Die Höhe der Abschreibungen wird in der „AfA Tabelle“ festgelegt, die vom Bundesminesterium für Finanzen herausgegeben wird. Die Abschreibung wird meist aus betriebswirtschaftlicher Sicht ermittelt und – unter Beachtung handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Besonderheiten – als Aufwand in der Gewinnermittlung berücksichtigt.
Abwracken
Fachgerechte Verschrottung eines Schiffes oder Flugzeugs nach der Betriebsphase.
Abzinsung
Ermittlung der bis zum Ende der Laufzeit anfallenden Zinsen, die bereits bei der Ausgabe von dem künftigen Rückzahlungswert abgezogen werden. Der Abzinsungsbetrag entspricht somit der Differenz zwischen Ausgabepreis und höherem Nennwert.
Agio
Das Agio ist ein Aufgeld, dass der Anleger beim Erwerb von Vermögenswerten zahlt. Es dient zur Deckung der Kosten, die beim Vertrieb und der Vermarktung dieser Vermögenswerte entstehen. Gegenteil: Disagio.
Andienungsrecht
Das Recht eines Anlegers, einen bestimmten Vermögens- oder Substanzwert zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Verkauf anbieten zu dürfen.
Amortisation
Dieser aus dem Französischen abgeleitete Begriff (amortir: tilgen) bezeichnet den Prozess, in welchem die Anschaffungskosten einer Investition durch die mit ihr erzielten Einnahmen gedeckt werden.
Ankaufsrecht
Das Recht eines Mieters, Charterers oder Leasingnehmers, das zur Nutzung überlassene Objekt zu einem festgelegten Zeitpunkt und zu einem bestimmten Preis vom Eigentümer zu kaufen.
Anlaufkosten
Kosten, die bei Gründung bzw. Start eines Unternehmens oder Konzeption eines Fonds entstehen (z.B. Kosten für Rechtsberatung, steuerliche Beratung, Notarkosten und andere Gebühren).
Anteilsfinanzierung
Ein persönlicher Kredit, den ein Anleger aufnehmen kann, um eine Fondsbeteiligung (teilweise) zu finanzieren. Hieraus kann ein Hebeleffekt entstehen der sich positiv auf die Rendite des Anlegers auswirken kann. Es entstehen aber auch weitere Risiken für den Anleger.
Assetklasse
Asset ist die englische Bezeichnung für einen Vermögenswert. Der Begriff Asset wird auch als Bezeichnung für Kapitalanlagen verwendet. Assetklassen beschreiben demnach die Unterteilung des Kapitalmarktes in verschiedene Klassen und Unterklassen. So spricht man z.B. bei geschlossenen Immobilienfonds oder geschlossenen Schiffsfonds von einzelnen Assetklassen.
Ausschüttung
Jährliche Erträge, die z.B. von einer Fondsgesellschaft nach Abzug aller Kosten an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung ausgezahlt werden. Über die Höhe der Ausschüttung beschließt i. d. R. die Gesellschafterversammlung. Die Ausschüttung unterscheidet sich vom steuerlichen Ergebnis des jeweiligen Fonds.
BaFin
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Nachfolgebehörde der Bundesaufsichtsämter für das Kreditwesen, das Versicherungswesen und den Wertpapierhandel. Die Veröffentlichung eines Beteiligungsangebotes ist gemäss Verkaufsprospektgesetz erst nach der Prüfung und Gestattung des jeweiligen Verkaufsprospektes durch die BaFin zulässig. Die BaFin prüft hierbei die Vollständigkeit des Verkaufsprospektes; die Mindestangaben sind in der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung (VermVerkProspV) definiert.
Beirat
Gremium mit beratender Funktion. Der Beirat vertritt die Interessen der Gesellschafter einer Fondsgesellschaft und wird mehrheitlich von ihnen gestellt und gewählt. Er unterstützt und berät die Fondsgeschäftsführung in wichtigen Fragen und berichtet den Anlegern.
Beitrittserklärung
Vereinbarung, mit deren Wirksamkeit der Anleger einer Beteiligungsgesellschaft als Gesellschafter beitritt. Hier besteht i. d. R. ein zweiwöchiges Rücktrittsrecht nach Annahme durch den jeweiligen Treuhänder oder die persönlich haftende Gesellschaft.
Bereederung
Technische und kaufmännische Betreuung eines Seeschiffes. Der Eigentümer des Schiffes kann die Bereederung einem Dienstleister übertragen. In diesem Fall nennt man den beauftragten Dienstleister Vertragsreeder oder Schiffsmanager.
Betriebsstättenfinanzamt
Das Betriebsstättenfinanzamt ist das Finanzamt, bei dem die Beteiligungsgesellschaft steuerlich veranlagt wird. Es befindet sich im Bezirk der Betriebsstätte des Unternehmens.
Blind Pool
Bei dieser Art von Fonds steht die Assetklasse der Investitionsgüter fest, z.B. Immobilien oder Schiffe, aber es bestehen zum Zeitpunkt der Emission keine Kaufverträge oder Optionen für konkrete Investitionsobjekte.
Cash Flow
Beim Cash Flow handelt es sich um eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, mit deren Hilfe der Wert und die Zahlungskraft eines Unternehmens beurteilt werden kann. Sie stellt den Überschuss dar, welcher insbesondere aus dem Jahresabschluss und der Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens abgeleitet wird.
Dachfonds
Als Dachfonds werden Fonds bezeichnet, die das Geld der Anteilseigner wiederum in Anteilen von Fonds anlegen. Die Fonds, in die der Dachfonds investiert, bezeichnet man dabei als Zielfonds.
Direktkommanditist
Der Gesellschafter der ohne Abschluss eines Treuhandvertrages der Fondsgesellschaft beitritt und namentlich als Miteigentümer im Handelsregister eingetragen wird.
Doppelbesteuerungsabkommen (DBA)
Bilaterales Abkommen zwischen zwei Ländern zur Vermeidung der Doppelbesteuerung. Ausländische Einkünfte sollen so nicht zweimal besteuert werden.
Einlage
Die Einlage ist der Betrag eines Gesellschafters, den er als Beteiligung an einem Unternehmen einbringt.
Emissionshaus
Das Emissionshaus ist ein Finanzinstitut, das als Initiator einer Vermögensanlage Anteile dieser Anlage ausgibt (emittiert).
Fungibilität
Der Begriff Fungibilität leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet Handelbarkeit. Bei Fondsgesellschaften ist die Möglichkeit der Veräusserung oder Übertragung von Kommanditanteilen gemeint.
Gewinnerzielungsabsicht
Die Gewinnerzielungsabsicht ist die Voraussetzung für eine Anerkennung der Werbungskosten. Auf Ebene einer Fondsgesellschaft werden die Gewinnerzielungsabsichten durch Planrechnungen und einer sich daraus ableitenden Wirtschaftlichkeitsprognose unterstellt.
Geschlossener Fonds
Bei geschlossenen Fonds handelt es sich um Vermögensanlagen, in die in der Regel nur während eines bestimmten Zeitraums investiert werden kann. Wurde das geplante Emissionskapital erreicht oder der ist der Emissionszeitraum verstrichen, wird der Fonds geschlossen. Der Erwerber eines Anteils an einem geschlossenen Fonds wird Unternehmer mit allen Chancen und Risiken und tritt der Gesellschaft (in der Regel eine GmbH & Co. KG) als Gesellschafter (im Falle einer GmH & Co. KG als Kommanditist) bei. Anteile an einem geschlossenen Fonds können auch über den Zweitmarkt erworben werden.
Gesellschaftsvertrag
Geschäftsgrundlage für die Kapitalanlage. Der Gesellschaftsvertrag regelt die Belange der Gesellschaft. Er ist einer der wichtigsten Verträge und muss im Emissionsprospekt vollständig abgedruckt sein.
Grunderwerbsteuer
Verkehrssteuer, die auf den Grundstückserwerb erhoben wird. Die Grunderwerbsteuer wird bereits für den schuldrechtlichen Vorgang fällig. Die Bemessungsgrundlage der Grunderwerbssteuer richtet sich in der Regel nach dem Kaufpreis und beträgt derzeit 3,5% der Bemessungsgrundlage.
Haftung
Tritt der Anleger als Mitunternehmer einer geschlossenen Fondsgesellschaft bei, haftet er für das Unternehmen. Üblicherweise treten die Anleger als Kommanditisten einer GmbH & Co. KG ein. Die Haftung des einzelnen Anlegers ist nach dem HGB auf das im Handelsregister eingetragene Kapital (Hafteinlage) begrenzt. Die persönliche Haftung des Kommanditisten erlischt, wenn seine Pflichteinlage geleistet wurde. Sie lebt aber wieder auf, wenn sein Kapitalkonto unter die Hafteinlage gemindert wird (wenn z. B. die Einlage durch Ausschüttungen an ihn zurückgezahlt wird).
Handelsregister (HR)
Öffentlich geführtes Verzeichnis für Kaufleute und Handelsgesellschaften. In das beim Registergericht (Amtsgericht) geführte Handelsregister sind bestimmte Vorgänge einzutragen (z. B. der Beitritt eines Kommanditisten zur Fondsgesellschaft), deren Eintragungspflicht sich aus dem Handelsgesetzbuch und verschiedenen anderen Gesetzen ergibt.
IDW S4
Grundsätze ordnungsmäßiger Beurteilung von Verkaufsprospekten über öffentlich angebotene Vermögensanlagen, welche von dem Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) aufgestellt wurden. Dieser Standard ist nicht zwingend einzuhalten, erleichtert dem Anleger jedoch die Beurteilung eines Prospektes. Der neueste Standard IDW S4 bezieht sich auf Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschliesslich (und das im Gegensatz zur BaFin-Prüfung) Plausibilität der Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Risiken.
Index-Klausel
Die Index-Klausel ist eine Vereinbarung über die Anpassung von z. B. Mieten in Abhängigkeit von der Entwicklung eines Index.
Indexmiete
Eine Indexmiete ist eine variable Miete für ein Objekt (Wohnung, Gewerberaum). Der im Mietvertrag vereinbarte Mietpreis ist demnach nicht dauerhaft auf einen festen Wert bestimmt, sondern geht von einer Basismiete aus, die nach bestimmten, von den Vertragsparteien nachvollziehbaren Parametern verändert wird. Üblicherweise wird die Miete an den Index der Lebenshaltungskosten gekoppelt. Verändert sich der Index, so verändert sich die Höhe der Mieten entsprechend der vereinbarten Indexierungshöhe. Wurde die Indexierung nur für einen bestimmten Prozentsatz (z. B. 55%) vereinbart, so erfolgt die Anpassung der Mieten prozentual.
IRR (Internal Rate of Return)/Interner Zinsfuß
Finanzmathematisches Verfahren der dynamischen Investitionsrechnung, welches die Wirtschaftlichkeit einer Investition prüfen und vergleichbar machen soll. Sie gibt die Verzinsung des durchschnittlich gebundenen Kapitals wieder und ermöglicht, für eine Investition oder Kapitalanlage, bei der unregelmäßige und schwankende Erträge anfallen, eine (theoretische) mittlere, jährliche Rendite zu berechnen.
Kommanditgesellschaft
Eine Kommanditgesellschaft ist eine Personengesellschaft, in der sich zwei oder mehr natürliche und/oder juristische Personen zusammengeschlossen haben, um unter einer gemeinsamen Firma ein Handelsgewerbe zu betreiben. Bei der Kommanditgesellschaft haftet mindestens ein Gesellschafter unbeschränkt: Der Komplementär. Die anderen Gesellschafter, die Kommanditisten, haften normalerweise nur mit ihrer Einlage. Als Komplementär kann auch eine GmbH eingesetzt werden. In diesem Fall spricht man von der GmbH & Co.KG. In dieser Rechtsform werden mittlerweile sie meisten geschlossenen Fonds angeboten.
Leistungsbilanz
Eine Leistungsbilanzen ist ein Bericht des Emissionshauses, in dem Entwicklung und Ergebnisse der aufgelegten Fonds dokumentiert werden. Der wesentliche Bestandteil einer Leistungsbilanz ist der Soll-/Ist-Vergleich. Hierbei werden die wesentlichen Kennzahlen der jeweiligen Fonds wie z.B. Ausschüttungen oder Miet- und Chartereinnahmen entsprechend der ursprünglichen Prognose dem tatsächlichen Ergebnis gegenübergestellt.
Liquiditätsreserve
Rücklagenposition in der Prognosekalkulation z.B. einer Fondsgesellschaft. Sie wird als Sicherheitspolster geführt, um mögliche unvorhergesehene Kosten abdecken zu können.
Performance
Die Performance eines Fonds beschreibt die prozentuale Wertentwicklung eines Fonds während eines bestimmten Zeitraums. Es sollte stets die langfristige Performance über mehrere Jahre betrachtet werden, da diese wesentlich aussagekräftiger ist.
Platzierungsgarantie
Voraussetzung der Realisierung eines geschlossenen Fonds ist die Akquirierung der Anlegergelder. Kann das notwendige Eigenkapital nicht eingesammelt werden, ist die Realisierung des gesamten Investitionsvorhabens gefährdet. Eine Platzierungsgarantie stellt sicher, dass die Investition wie geplant ausgeführt wird, auch wenn noch nicht alle Fondsanteile gezeichnet sind. Die Werthaltigkeit der Platzierungsgarantie beruht auf der Bonität des Garanten z. B. des Emissionshauses oder einer oder mehrerer Vertriebsgesellschaften. Diese übernehmen die übrigen Fondsanteile, die nicht von Anlegern gezeichnet wurden.
Portfolio
Das Portfolio bezeichnet einen Teil oder die Gesamtheit von Kapitalanlagen einer natürlichen oder juristischen Person.
Private Equity-Fonds
Private Equity (engl.: privates Eigenkapital) bezeichnet von Privatanlegern beschafftes Beteiligungskapital. Das Geschäftsmodell von Private Equity-Gesellschaften besteht in der Übernahme von oder Beteiligungen an Firmen, die in der Regel als unterbewertet eingestuft werden oder besonderes Entwicklungspotential haben. Ein geschlossener Private Equity-Fonds ist meist ein Dachfonds, der wiederum in verschiedene Private-Equity-Zielfonds investiert.
Private Placements
Beteiligung an einer Gesellschaft, die lediglich für Einzelanleger oder für wenige private Anleger mit hohen Zeichnungssummen ab € 150.000 vorgesehen ist. Diese Fonds werden in der Regel nicht öffentlich beworben und zur Zeichnung angeboten.
Publikumsfonds
Publikumsfonds sind Investmentfonds, die grundsätzlich jedem Anleger offen stehen.
Ranking
Bei einem Ranking werden Vergangenheitsdaten von Fonds aufbereitet, um eine Rangliste zu erstellen. Objektive Auswahlkriterien sollen die Vergleichbarkeit zu konkurrierenden Produkten vereinfachen. Bei einem Ranking ist entscheidend, dass nur Fonds derselben Assetklasse gegenübergestellt werden.
Rating
Beurteilungsverfahren, das in einem Fonds Rating endet, welches als objektive Einschätzung der Stärke des bewerteten Fonds angesehen werden kann. Zur Erstellung eines Fonds Rating wird das Fondsmanagement nach Erfahrung, Fähigkeiten, Anlagestil und Persönlichkeit bewertet. Die Anlagegrundsätze sind ebenso Teil des Fonds Rating, wie Managementstil, Fonds Liquidität und Zielerreichung.
Rendite
Die Rendite bezeichnet den Gesamterfolg einer Kapitalanlage, gemessen als tatsächliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals.
Risikodiversifikation
Risikostreuung: Anlagerisiken werden verteilt, um die Chancen eines Totalverlustes zu reduzieren.
Rückabwicklung
Als Rückabwicklung wird die Auflösung einer Fondsgesellschaft und die Erstattung der von den Anlegern gezahlten Einlagen, bevor die Gesellschaft ihre eigentliche Geschäftstätigkeit aufgenommen hat, bezeichnet.
Spekulationsfrist
Frist von zehn Jahren, in der Beteiligungen nicht steuerfrei veräussert werden können.
Steuerliches Ergebnis
Positiver oder negativer Saldo der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) eines Unternehmens unter steuerrechtlichen Bedingungen, welcher vom handelsrechtlichen Ergebnis abweicht. Das steuerliche Ergebnis wird bei einer Personengesellschaft (z.B. KG) den Gesellschaftern anteilig entweder entsprechend der Höhe ihrer Beteiligung oder wie im Gesellschaftsvertrag vereinbart zugewiesen.
Tonnagesteuer
Die Tonnagesteuer ist eine Gewinnermittlungsmethode für Gewinne aus dem Betrieb von Handelsschiffen im internationalen Verkehr. Rechtsgrundlage ist §5a EStG. Grundlage der Gewinnermittlung ist die Nettoraumzahl, also die "Größe" des Schiffes. Das Ergebnis ist ein geringer steuerlicher Gewinn und damit eine geringe Steuerlast während des Schiffsbetriebes. Diese Steuerlast ist allerdings auch dann zu tragen, sollte kein Gewinn aus dem Schiffsbetrieb erzielt werden. Gewinne aus dem Verkauf eines Schiffes werden ebenfalls über die pauschale Tonnagesteuer abgegolten.
Treuhänder
Ein Treuhänder ist eine natürliche oder juristische Person, die im Außenverhältnis die Rechtsstellung des Treugebers wahrnehmen kann, sich jedoch dem Treugeber verpflichtet, nur gemäß des Treuhandvertrages zu verfügen. Treuhänder übernehmen bei geschlossenen Fonds unterschiedliche Funktionen wie z.B. die Kontrolle über die ordnungsgemäße Verwendung der Anlegergelder. Will ein Anleger nicht als Kommanditist im Handelsregister eingetragen werden, kann er in den meisten Fällen über einen Treuhänder einem geschlossenen Fonds beitreten. In diesem Fall wird der Anleger als Treugeber nicht namentlich im Handelsregister genannt, nur der Treuhänder als Treuhandkommanditist.
Veräußerungsgewinn
Der Veräußerungsgewinn ergibt sich jeweils aus der Differenz zwischen Veräußerungserlös und Restbuchwert des veräußerten Objektes.
Verkaufsprospekt
Ein Verkaufsprospekt enthält die Vertragsbedingungen eines Fonds und alle Angaben, die für die Beurteilung der Anlage wichtig sind. Er muss dem Anleger grundsätzlich vor dem Erwerb von Fondsanteilen ausgehändigt werden. Seit dem 1. Juli 2005 ist der Verkaufsprospekt einer formalen Prospektprüfung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) zu unterziehen.
Weichkosten
Unter Weichkosten werden die Nebenkosten eines Fonds verstanden, welche nicht zum Erwerb des Investitionsobjektes verwendet werden.
Worst-Case-Szenario
In der Unternehmensplanung können verschiedene zukünftige Ereignisse, die Einfluss auf die Entwicklung des Geschäftes haben könnten, beispielsweise kalkuliert werden. Das Worst-Case-Szenario bildet einen sehr negativen Fondsverlauf ab.
Zweitmarkt
Auf dem Zweitmarkt für geschlossene Fonds werden Beteiligungen, die bereits früher von Anlegern erworben wurden, zum Zweiterwerb angeboten oder nachgefragt. Zu beachten ist, dass die Fungibilität von Fondsanteilen, die erst eine kurze Laufzeit aufweisen, in der Regel eingeschränkt ist, da es sich bei der Anlage in geschlossene Fonds grundsätzlich um eine langfristige Anlage handelt, insbesondere auch unter steuerlichen Gesichtspunkten. Es ist deutlich darauf hinzuweisen, dass ein erfolgreicher Handel von geschlossenen Fonds niemals gewährleistet werden kann.